☎ Anwaltshotline “Heimarbeit”

Bei der Heimarbeit ist man nicht in allen Belangen mit regulären Arbeitnehmern gleichgestellt und unterliegt verschiedenen Sonderregelungen. Welche das sind und was Sie bei der Ausübung einer solchen Tätigkeit beachten müssen, erfahren Sie von einem unserer Rechtsanwälte der „Hotline Arbeitsrecht“.

Interessantes zur Heimarbeit

  • Hausgewerbetreibender
  • Heimarbeiter
  • Krankheit
  • Kündigung
  • Sozialabgaben

Heimarbeit bedeutet, dass die Arbeitsleistung in einer selbstgewählten Arbeitsstätte, beispielsweise in der eigenen Wohnung oder einem Betrieb, erbracht wird. Bei der Heimarbeit wird zwischen Heimarbeiter und Hausgewerbetreibendem unterschieden. Beide arbeiten gewerbsmäßig im Auftrag eines Gewerbetreibenden oder Zwischenmeisters und überlassen die Verwertung ihrer Arbeitsergebnisse ihrem Auftraggeber. Ein Hausgewerbetreibender stellt unter wesentlicher eigener Mitarbeit mit bis zu zwei fremden Hilfskräften Waren her, bearbeitet oder verpackt sie. Heimarbeiter werden allein oder mit Familienangehörigen erwerbsmäßig tätig.

Heimarbeiter und Hausgewerbetreibende sind keine Arbeitnehmer, gelten aber als arbeitnehmerähnliche Personen, weil sie wirtschaftlich abhängig sind. Die besonderen Regelungen hinsichtlich Gefahrenschutz, Arbeitsschutz, Entgelt und Kündigung sind im Heimarbeitsgesetz geregelt. So kann das Arbeitsverhältnis prinzipiell von beiden Parteien an jedem Tag für den Ablauf des folgenden Tages gekündigt werden. War der Heimarbeiter aber schon länger als vier Wochen für den Auftraggeber beschäftigt, ist eine zweiwöchige Kündigungsfrist einzuhalten. Noch strenger sind die Regeln, wenn der Heimarbeiter seinen überwiegenden Lebensunterhalt aus der Beschäftigung bezieht: In diesem Fall kann ihm nur mit einer Frist von vier Wochen jeweils zum 15. oder zum Ende eines Kalendermonats gekündigt werden. Die Frist erhöht sich jeweils in Abhängigkeit zur Bestandsdauer des Arbeitsverhältnisses (siehe § 29 HeimarbeitsG).

Für Heimarbeiter gilt in der Regel in allen Zweigen der Sozialversicherung Versicherungspflicht. Hausgewerbetreibende sind in jedem Fall unabhängig von der Höhe ihres Arbeitsentgeltes zur Zahlung der Rentenversicherung und Unfallversicherung verpflichtet.

Zudem haben in Heimarbeit Beschäftigte einen Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall. Dabei muss dem Heimarbeiter ein Zuschlag zum Arbeitsentgelt gezahlt werden, das als wirtschaftliche Sicherung für den Krankheitsfall dient.

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